Landstraße zwischen Getreidefeldern bei Sonnenuntergang, in der Ferne fährt ein kleines Auto Richtung Dorf
VW

VW Modelle 2026: Alle Baureihen, Preise und Antriebe

Gut jeder fünfte Pkw auf deutschen Straßen trägt das VW-Zeichen. Die VW Modelle des Jahres 2026 stecken allerdings mitten im Umbau. Die ID-Elektroautos bekommen neue Namen und mit dem ID.Polo einen Einstieg unter 25.000 Euro. Bei den Verbrennern ersetzt der Vollhybrid in einzelnen Baureihen den Diesel. Neue Modelle kommen vor allem aus der ID-Familie. Die folgende Liste geht die Modellpalette von unten nach oben durch, mit Preisen ab, Antrieben und einer kurzen Einschätzung je Gruppe. So lassen sich Klassen und Preise leicht vergleichen. Die Preise sind Listenpreise laut Fachpresse (Stand Herbst 2026) und ändern sich mit jeder Preisliste.

Kurz zur Marke: vom Käfer zur ID-Familie

Volkswagen wurde 1937 gegründet, das Stammwerk in Wolfsburg ist bis heute das größte des Unternehmens. Bekannt wurde Volkswagen in aller Welt durch den Käfer, der es auf über 21 Millionen Exemplare brachte. Sein Nachfolger als Volumenmodell, der Golf, lief am 29. März 1974 in Wolfsburg an; über acht Generationen wurden nach Herstellerangaben mehr als 37 Millionen Golf verkauft. Damit gehört er zu den meistverkauften Autos der Welt. Golf, Passat, Polo: Diese drei Namen trägt das Unternehmen bereits seit den 1970er-Jahren durch jede Modellgeneration.

Im Bestand ist das bis heute abzulesen. Nach der Bestandsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamts waren am 1. Januar 2026 10,3 Millionen Pkw der Marke VW zugelassen, das entspricht 20,8 Prozent aller Pkw in Deutschland.

Die VW Modelle 2026 im Preisüberblick

Modell Klasse Antrieb Preis ab (Listenpreis)
Polo Kleinwagen TSI ca. 20.400 €
Taigo SUV-Coupé TSI ca. 23.600 €
ID.Polo Kleinwagen Elektro 24.995 €
T-Cross Kleines SUV TSI ca. 25.300 €
Golf Kompaktklasse TSI, TDI, Hybrid, Plug-in ca. 29.800 €
T-Roc Kompakt-SUV Mild- und Vollhybrid ca. 31.000 €
ID.3 Neo Kompaktklasse Elektro 33.995 €
Tiguan SUV TSI, TDI, Plug-in ca. 39.400 €
ID.Tiguan SUV Elektro ca. 42.700 €
Passat Mittelklasse (Kombi) TSI, TDI, Plug-in ca. 42.900 €
Tayron SUV bis 7 Sitze TSI, TDI, Plug-in ca. 47.500 €
ID.7 Mittelklasse Elektro ca. 54.500 €
Touareg Oberklasse-SUV TSI, TDI, Plug-in ca. 75.000 €

1. Polo, Taigo und T-Cross: die kleinen Verbrenner

Der Polo in sechster Generation (AW) ist das günstigste Auto im Programm. Er fährt ausschließlich als Benziner, die GTI-Version bildet die sportliche Spitze. Auf derselben technischen Basis stehen der Taigo als SUV-Coupé und der T-Cross als kleines SUV mit höherer Sitzposition.

Sinnvoll sind die drei für Stadt und Pendelstrecke, vor allem ohne eigenen Ladeplatz. Der T-Cross ist dabei der praktischere Kandidat. Der Taigo setzt stärker auf Design und kostet für die Coupé-Linie etwas Kofferraumhöhe.

2. ID.Polo und ID.Cross: Elektro unter 30.000 Euro

Der ID.Polo ist rund 4,05 Meter lang und ab 24.995 Euro in der Ausstattung „Trend“ bestellbar, ausgeliefert ab Mitte Juli 2026. Damit ist er das günstigste vollelektrische Fahrzeug von Volkswagen. Die Jury des German Car of the Year (GCOTY 2027) hat ihn im September 2026 zum besten Kleinwagen gekürt. Technisch nutzt er die neue Plattform MEB+ mit Frontantrieb. Zur Wahl stehen zwei Batterien:

  • 37 kWh mit LFP-Zellen, bis 329 Kilometer Reichweite nach WLTP
  • 52 kWh mit NMC-Zellen, bis 455 Kilometer nach WLTP
  • Einstiegsleistung 85 kW (116 PS), die GTI-Version kommt auf 166 kW (226 PS) und kostet knapp unter 39.000 Euro

Der ID.Cross ist das Gegenstück mit Akku zum T-Cross, etwa 4,16 Meter lang und ebenfalls auf MEB+ aufgebaut. Vor dem Kauf eines E-Autos lohnt die Rechnung zu Strom- und Spritkosten; unser Beitrag wann sich der Umstieg aufs E-Auto lohnt zeigt, wie das geht.

3. Golf: der Maßstab der Kompaktklasse

Der Volkswagen Golf VIII wurde im Jahr 2024 per Facelift überarbeitet: neues Infotainment und Plug-in-Hybride, die etwa 100 Kilometer elektrisch schaffen. 2026 erhält er zusätzlich einen Vollhybrid mit 105 kW (143 PS) Systemleistung und einer kleinen 1,6-kWh-Batterie. Der Golf ist damit das Auto mit der breitesten Antriebsauswahl bei Volkswagen: TSI, TDI, Vollhybrid, Plug-in-Hybrid (GTE), dazu GTI und R als Sportversionen.

Der Golf Variant bleibt als Kombi im Programm. Besonders bei den Sportversionen geht es preislich deutlich nach oben: Der GTI liegt bei knapp 46.900 Euro, der R mit 333 PS liegt noch einmal gut 9.000 Euro darüber.

4. T-Roc: zweite Generation ohne Diesel

Der neue T-Roc ist im Januar 2026 gestartet, ist 4,37 Meter lang und damit 12 Zentimeter länger als der Vorgänger. Den Diesel streicht VW ersatzlos. Zum Mildhybrid mit 1,5-Liter-TSI kommt ab Herbst 2026 der T-Roc Hybrid mit 136 oder 170 PS Systemleistung.

Der Volkswagen T-Roc ist in Deutschland besonders beliebt: Im Februar 2026 lag er bei den Neuzulassungen hinter dem Golf auf Platz zwei. Für Käufer, die ein kompaktes SUV ohne Ladekabel suchen, ist er 2026 die naheliegende Wahl im VW-Programm.

5. ID.3 Neo und ID.Tiguan: die überarbeitete ID-Mitte

Der ID.3 Neo ersetzt den bisherigen ID.3 und übernimmt optisch das Design des kleinen Bruders. Er misst 4.265 Millimeter. Die Basis „Trend“ fährt mit 50 kWh und 125 kW (170 PS), die stärksten Versionen kommen auf 170 kW (231 PS). Mit der 79-kWh-Batterie nennt VW bis zu 630 Kilometer Reichweite. Angetrieben wird weiterhin die Hinterachse (Motor APP 350). Die Plattform MEB hat VW eigens für Elektroautos entwickelt.

Der ID.4 heißt nach seinem Facelift ID.Tiguan. VW nennt eine Ladeleistung von bis zu 175 kW und eine maximale Reichweite von über 500 Kilometern. Dass VW den Namen wechselt, hat einen schlichten Grund: Tiguan kennt jeder Händlerkunde, die Ziffer 4 sagt wenig.

Werkstatt mit einem abgedeckten Auto auf der Hebebühne und einem Ladekabel auf der Werkbank
Elektro und Verbrenner teilen sich bei VW 2026 viele Baureihen und Werkstattplätze.

6. Tiguan und Tayron: die SUV-Mitte

Der Tiguan in dritter Generation ist seit dem Jahr 2024 auf dem Markt, die R-Version liegt bereits über 52.000 Euro. Neben TSI und TDI gibt es den eHybrid als Plug-in mit 204 oder 272 PS Leistung und über 100 Kilometern E-Reichweite.

Der Tayron übernimmt die Rolle des Tiguan Allspace und setzt auf mehr Länge und Komfort in der zweiten Reihe, auf Wunsch mit sieben Sitzen. Für Familien mit zwei Kindern reicht meist der Tiguan, ab drei Kindern oder bei regelmäßigem Mitnehmen der Großeltern ist der Tayron die bessere Wahl. Für Urlaubsfahrer stehen weitere Kriterien in unserem Ratgeber welches Auto zu welchem Urlaub passt.

7. Passat und ID.7: die Langstrecken-Klasse

Den Passat in neunter Generation (B9) gibt es nur noch als Kombi, die Limousine hat VW gestrichen. Er ist 4,92 Meter lang, die Plug-in-Varianten (eHybrid) schaffen über 100 Kilometer elektrisch.

Auf der Elektroseite übernimmt der ID.7 diese Aufgabe, als Limousine und als Tourer (Kombi). Mit der großen Batterie liegt die WLTP-Reichweite bei bis zu 700 Kilometern, als GTX fährt er mit zwei Motoren und Allradantrieb. Für Vielfahrer mit Ladekarte ist der ID.7 Tourer unsere erste Empfehlung im Elektroprogramm, weil er Reichweite und Kombiraum zusammenbringt.

8. Touareg: das Oberhaupt

Der Touareg in dritter Generation ist das teuerste Pkw-Modell im VW-Programm und bleibt das Auto für Komfort auf der Autobahn. An der Spitze steht der Touareg R als Plug-in-Hybrid ab etwa 103.000 Euro. Wer große Anhänger ziehen will, kommt bei VW kaum an ihm vorbei.

9. Bulli, Caddy und Amarok

Die breite Palette reicht bis zu Fahrzeugen, die aus der Nutzfahrzeugsparte stammen:

  • ID.Buzz: Bulli mit Batterie, auch mit verlängertem Radstand und sieben Sitzen, als GTX mit Allrad
  • Multivan und California: Großraum-Van und Camper; der California ist das bekannteste Reisemobil von Volkswagen
  • Caddy: Hochdachkombi, als Caddy California mit Campingausbau
  • Amarok: Pick-up, gemeinsam mit Ford entwickelt und eng mit dem Ford Ranger verwandt
Infografik der VW Modelle 2026 nach Klassen und Antrieben
Die VW Modellpalette 2026 nach Fahrzeugklasse und Antriebsart.

Welcher VW passt zu wem?

Je nach Alltag engt sich die Auswahl schnell auf die wichtigen Kandidaten ein:

  1. Kein Ladeplatz zu Hause: Polo, T-Cross, Golf oder T-Roc als Benziner oder Vollhybrid.
  2. Laden zu Hause möglich, Budget unter 30.000 Euro: ID.Polo, der ID.Cross bietet mehr Höhe.
  3. Familie mit viel Gepäck: Tiguan, Tayron oder Passat Variant; elektrisch ID.7 Tourer oder ID.Buzz.
  4. Viel Langstrecke: Passat TDI oder ID.7 mit großer Batterie.

Wer gebraucht kaufen will, findet viele der genannten Baureihen in Vorgängerversionen und sollte Angebote mit gleicher Laufleistung vergleichen. Während beim Neuwagen Rabatte den Listenpreis drücken, entscheidet beim Gebrauchten vor allem der Zustand. Worauf es dabei ankommt, steht in unserem Leitfaden zum Gebrauchtwagenmarkt.

Kurz beantwortet

Was ist das günstigste VW Modell? Der Polo. Elektrisch ist aktuell der ID.Polo in der Ausstattung „Trend“ der Einstieg.

Gibt es den Golf noch als Diesel? Ja, den Golf bietet VW weiterhin als TDI an. Im neuen T-Roc entfällt der Diesel dagegen.

Welcher VW SUV ist der größte? Der Touareg. Sieben Sitze bietet auch der Tayron.

Welche Elektroautos hat VW im Angebot? Aktuell bestellbar sind ID.Polo, ID.Cross, ID.3 Neo, ID.Tiguan, ID.7 und ID.Buzz, dazu E-Transporter.