Vom A 180 für Pendler bis zum Maybach mit V12 reicht die Palette, und seit 2025 kommen neue Elektroversionen unter alten Namen dazu. Wer die Mercedes Modelle 2026 sortieren will, kommt mit einem einfachen Schlüssel weit: Die Klasse verrät die Größe, der Baureihencode die Karosserie und die Generation. Die folgenden Antworten gehen die Palette Klasse für Klasse durch.
Welche Mercedes Modelle gibt es 2026?
Die Palette lässt sich in fünf Gruppen teilen: Kompaktmodelle, Mittelklasse, Oberklasse, SUV und Vans. Dazu kommen Sportwagen wie SL und AMG GT. Wie stark die Marke in Deutschland ist, zeigt die Jahresbilanz des Kraftfahrt-Bundesamts: Im vergangenen Jahr (2025) entfielen 9,1 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen auf Mercedes, ein Plus von 1,0 Prozent bei insgesamt 2.857.591 neuen Pkw.
| Klasse | Baureihe | Karosserie | Antriebe |
|---|---|---|---|
| A-Klasse | W177 | Schrägheck, Stufenheck | Benziner, Diesel, Plug-in-Hybrid |
| B-Klasse | W247 | Kompaktvan | Benziner, Diesel, Plug-in-Hybrid |
| CLA | C174 | Viertürer, Shooting Brake | Akku, 48-Volt-Hybrid |
| C-Klasse | W206, S206 | Limousine, Kombi | Benziner, Diesel, Plug-in-Hybrid, neu mit Akku |
| CLE | C236, A236 | Zweitürer, Cabrio | Benziner, Diesel mit Mildhybrid |
| E-Klasse | W214, S214 | Stufenheck, Kombi | Benziner, Diesel, Plug-in-Hybrid |
| S-Klasse | W223 | Stufenheck, Langversion | Benziner, Diesel, Plug-in-Hybrid |
| EQS | V297 | Fließheck | Akku |
| G-Klasse | W465 | Geländewagen | Benziner, Diesel, Akku (G 580) |
Die SUV-Familie von GLA bis GLS folgt weiter unten. Neu ist im Jahr 2026 die überarbeitete Mercedes S-Klasse: Das Facelift bringt dem S 580 einen V8 mit 537 PS plus 23 elektrischen PS. Der EQE soll in beiden Versionen bis Ende 2026 auslaufen, seine Rolle übernehmen die neuen Stromer der klassischen Baureihen.
Was bedeuten die Buchstaben und Baureihencodes?
Der Klassenname ordnet das Auto ein: A ist der Einstieg, S die Spitze, dazwischen liegen B, C und E. Die SUV tragen ein „GL“ vor dem Klassenbuchstaben. Ein GLS ist also das SUV zur S-Klasse. CL steht bei CLA und CLE für die coupéhafte Linie.
Der interne Code nennt die Baureihe. Der Buchstabe davor beschreibt die Karosserie:
- W: Limousine (W206 = C-Klasse)
- S: T-Modell, also Kombi (S206 = C-Klasse T-Modell)
- C: Coupé (C236 = CLE)
- A: Cabrio oder Roadster (A236 = CLE Cabrio)
- X, H, V: SUV und Vans (X167 = GLS)
Für den Gebrauchtkauf ist der Code wichtiger als das Baujahr. Zwischen W205 und W206 liegen bei der Mercedes C-Klasse eine neue Elektronikarchitektur und ein anderer Motor, obwohl beide „C 200“ heißen.

Welche Mercedes Modelle fahren elektrisch?
Mercedes hat die Strategie gewechselt. Statt eigener EQ-Modelle mit Sonderdesign kommen die Elektroautos jetzt unter den bekannten Namen, mit dem Zusatz „mit EQ-Technologie“. Den Anfang dieser neuen Generation machte 2025 der CLA (C174). Technische Basis ist für die Kompaktklasse die Plattform MMA, für die Mittelklasse die Plattform MB.EA.
- CLA 250+: 272 PS, 85-kWh-Akku, bis zu 792 km pro Ladung nach WLTP. Viertürer und CLA Shooting Brake gibt es zusätzlich als 48-Volt-Hybrid mit 1,5-Liter-Vierzylinder.
- GLB: zum Start als 250+ mit 272 PS und als 350 4Matic mit 360 PS, 85-kWh-Akku, ab 59.048 Euro. Eine günstigere Variante mit kleinerem Akku ist für die nächsten Monate angekündigt.
- Mittelklasse-SUV: Den neuen GLC gibt es zum Start als 400 4Matic mit 360 kW, bis zu 715 km WLTP, ab 71.281 Euro. Zwei weitere Antriebe sollen folgen.
- Elektrische C-Klasse: Auf sie mussten Kunden lange warten. Der C 400 4Matic hat 489 PS, 800 Nm, 94,5-kWh-Akku und bis 762 km WLTP. Dank hoher Ladeleistung von bis zu 330 kW zieht er in zehn Minuten Strom für 325 km.
- EQS und G 580: Die Luxuslimousine bleibt eigenständig, den Geländewagen mit vier Elektromotoren gibt es bereits seit 2024.
- VLE 400: der rein elektrische Großraumvan mit 415 PS, 115-kWh-Akku und bis zu 700 km. Eine lange Version des VLE mit 5,48 Metern folgt 2027.
Wer von einem Verbrenner umsteigt, sollte die Ladeleistung genauso anschauen wie die Reichweite. Eine Rechnung zu Energiekosten liefert der Beitrag ab wann sich der Umstieg aufs E-Auto lohnt. Die Mercedes Verbrenner bleiben trotzdem: C-, E- und S-Klasse gibt es weiter als Benziner und Diesel. Für die C-Klasse mit Verbrennungsmotor ist 2026 eine überarbeitete Fassung angekündigt.
Was ist der Unterschied zwischen GLC und GLE?
GLC und GLE trennt vor allem eine Klasse. Der GLC (X254) misst rund 4,72 Meter und ist das Mittelklasse-SUV. Das SUV zur E-Klasse (V167) ist mit gut 4,92 Metern länger, mit mehr Platz im Fond und optional dritter Sitzreihe. Für die meisten Familien reicht das Mittelklasse-SUV. Der deutlich teurere große Bruder lohnt sich vor allem für Vielfahrer mit Anhänger. Beide gibt es auch mit flachem Dach, das Coupé der Mittelklasse ist dabei der günstigere Einstieg.
Die ganze SUV-Familie von klein nach groß:
- GLA (H247): Einstiegs-Crossover, Nachfolger mit Akku oder Mildhybrid angekündigt
- GLB: kantiger, erhält auf Wunsch eine dritte Sitzreihe
- GLC: Mittelklasse, seit 2026 auch als Stromer
- GLE: Oberklasse, ebenfalls mit flachem Dach erhältlich
- GLS (X167): größtes SUV der Marke, bis zu sieben Sitze, auch als Maybach
- G-Modell (W465): Geländewagen mit Leiterrahmen
Welcher Mercedes ist der günstigste?
Der günstigste Neuwagen der Marke ist die A-Klasse. Der A 180 mit 136 PS liegt laut Preisvergleichen um die 37.000 Euro. Die B-Klasse folgt knapp darüber. Beide kamen bereits 2018 auf den Markt und zählen damit zu den ältesten Mercedes-Modellen im Programm.
Mit Akku beginnt der Einstieg beim CLA, der bereits seit 2025 beim Händler steht. Seine Preise starten bei knapp 50.000 Euro, also deutlich über dem Einstiegs-Verbrenner. Wer weniger ausgeben will, landet beim Gebrauchtwagen. Eine A-Klasse W177 kostet je nach Laufleistung zwischen 16.000 und 26.000 Euro. Worauf es bei der Suche ankommt, erklärt der Beitrag Gebrauchtwagenmarkt: so findest du das richtige Auto.
Welche Rolle spielen AMG und Maybach?
Mercedes-AMG aus Affalterbach ist die Sportabteilung, Maybach die Luxuslinie. Beide setzen auf bestehende Baureihen auf. Die Spannweite ist groß:
- AMG GLC 53: Reihensechszylinder mit 449 PS plus 23 elektrische PS, 0 auf 100 km/h in 4,2 Sekunden
- Mercedes-AMG GLE 63 S: V8-Biturbo mit 612 PS und 850 Nm, 3,7 Sekunden
- Das neue AMG GT 4-Türer Coupé: rein batteriebetrieben, drei Axialflussmotoren, in der Topversion 1.169 PS und 2,0 Sekunden
- Maybach S-Klasse: den V12-Motor gibt es nur noch in Nordamerika, China und dem Nahen Osten
Mit dem Sechszylinder verschwindet der aufwendige Vierzylinder-Plug-in-Hybrid der bisherigen 63er-Version aus dem Programm. Für Käufer ist das die einfachere Technik, mit Neungang-Wandlerautomatik und Allrad.
Wie ist die Marke Mercedes-Benz entstanden?
Carl Benz meldete 1886 seinen Patent-Motorwagen an, im selben Jahr baute Gottlieb Daimler sein erstes Automobil. Der Name „Mercedes“ stammt von der Tochter des Händlers Emil Jellinek. Auf seine Bestellung baute die Daimler-Motoren-Gesellschaft 1901 einen Rennwagen, der so hieß. 1926 fusionierten die beiden Firmen zur Daimler-Benz AG, seitdem heißen die Autos Mercedes-Benz.
Warum die Marke bis heute so stark wirkt, untersucht die Analyse des Autobauers Daimler. Klassiker wie der SL leben im Programm weiter, als AMG SL der Baureihe R232.
Welche neuen Mercedes kommen als Nächstes?
Mercedes bringt 2026 nach eigener Aussage das größte Produkt- und Technologieprogramm der Firmengeschichte. In den kommenden Monaten stehen an:
- der VLS als luxuriöser Ableger des VLE
- der neue GLA mit 58 oder 85 kWh Akku und als 1,5-Liter-Mildhybrid; der Verkauf dürfte Ende 2026 oder Anfang 2027 starten
- der elektrische AMG GT 4-Türer als Modelljahr 2027
- eine kleinere G-Klasse, die mit Verbrenner und Akku kommen dürfte, Zeitpunkt offen
Bei smart, an dem Mercedes zu 50 Prozent beteiligt ist, folgt der #2 als Nachfolger des fortwo.

Welcher Mercedes passt zu wem?
- Stadt und Pendeln: A-Klasse als Benziner oder Plug-in-Hybrid
- Langstrecke mit Akku: elektrische C-Klasse oder CLA 250+, beide über 750 km WLTP
- Familie: CLA Shooting Brake, GLB mit dritter Sitzreihe
- Großfamilie und Shuttle: VLE
- Vielfahrer mit Anhänger: E-Klasse Kombi als Diesel
- Repräsentation: S-Klasse oder EQS
- Gelände: der G, wahlweise als G 580
Die Modellpalette ändert sich derzeit schneller als in den Jahren zuvor. Vor dem Kauf lohnt die Frage beim Händler, ob die gewünschte Baureihe kurz vor einem Facelift steht. Ein Auslaufmodell lässt sich meist mit Nachlass verhandeln, verliert danach aber schneller an Wert.

