253.712 neue Pkw von BMW wurden 2025 in Deutschland zugelassen. Damit konnte die Marke um 8,9 Prozent zulegen, der Marktanteil lag laut Jahresbilanz des Kraftfahrt-Bundesamts ebenfalls bei 8,9 Prozent. Die BMW Modelle 2026 stecken mitten im Umbau. Neben bekannten Baureihen wie 1er, 5er oder X3 laufen die ersten Fahrzeuge der Neuen Klasse vom Band. So heißt die neue Elektro-Plattform mit 800-Volt-Technik, mit der für BMW eine neue Ära beginnt. Bis 2027 sollen weitere Fahrzeuge auf dieser Basis folgen. Dieser Überblick sortiert das Angebot nach Segmenten, vergleicht Antriebe und Preise und ordnet ein, für wen sich welche Baureihe lohnt.
So liest man die Namen der BMW-Baureihen
Die Zahl vorne steht für Größe und Preisklasse. Der 1er ist der Einstieg, der 7er die Luxuslimousine. Ungerade Zahlen (1er, 3er, 5er, 7er) bezeichnen meist Limousinen und Kombis, gerade Zahlen (2er, 4er) Coupés, Cabrios und Gran Coupés. Eine Ausnahme ist der 2er Active Tourer, ein kompakter Van. Das „X“ markiert SUV, ein vorangestelltes „i“ den reinen Elektroantrieb.
Bei den Motorbezeichnungen hat sich in den vergangenen Jahren einiges verschoben:
- Die Ziffern hinter dem Modellnamen (etwa 40 oder 50) stehen für die Leistungsstufe, nicht mehr für den Hubraum.
- „xDrive“ bedeutet Allradantrieb. Ohne Zusatz fährt ein BMW mit Hinterradantrieb, die kleinen Modelle mit Frontantrieb.
- Ein „e“ am Ende kennzeichnet Plug-in-Hybride (X5 50e), ein „d“ den Diesel (X5 40d).
- Ein „M“ vor der Zahl (M340i, M60e) steht für die M-Performance-Versionen, das reine M (M3, M5) für die Topmodelle der BMW M GmbH.
BMW Modelle im Vergleich: die Palette nach Segmenten
Die Tabelle fasst das Angebot in Deutschland zusammen, Stand November 2026. Preise stehen nur dort, wo eine aktuelle Listenangabe vorliegt. Rabatte und Förderungen sind nicht eingerechnet.
| Segment | Baureihen (Code) | Antriebe | Preis ab (Liste) |
|---|---|---|---|
| Kompakt | 1er (F70), 2er Gran Coupé (F74), 2er Active Tourer (U06) | Benziner, Diesel, Plug-in-Hybrid (Active Tourer) | 1er: rund 34.000 bis 57.000 € (Spanne der Baureihe) |
| Kompakt-SUV | X1 (U11), iX1, X2 (U10), iX2 | Benziner, Diesel, Plug-in-Hybrid, Elektro | keine aktuelle Angabe |
| Mittelklasse | 3er (G20/G21), i3, 4er (G22/G23/G26), i4 | Benziner, Diesel, Plug-in-Hybrid, Elektro | i3 40: 59.900 € |
| Mittelklasse-SUV | X3 (G45), iX3 | Benziner, Diesel, Plug-in-Hybrid, Elektro | iX3 50: 70.900 € |
| Obere Mittelklasse | 5er (G60/G61), i5 | Benziner, Diesel, Plug-in-Hybrid, Elektro | keine aktuelle Angabe |
| Große SUV | X5 (G65), iX5, X6 (G06), X7 (G07) | Benziner, Diesel, Plug-in-Hybrid, Elektro | X5 40: 98.800 € |
| Oberklasse | 7er (G70), i7, iX (I20) | Benziner, Diesel, Plug-in-Hybrid, Elektro | keine aktuelle Angabe |
| BMW M | M2, M3, M4, M5, XM (G09) | Benziner, Plug-in-Hybrid (M5, XM) | keine aktuelle Angabe |
BMW streut die Antriebe breit. Fast jede Baureihe gibt es mit Verbrenner und als vollelektrische Version, oft mit derselben Karosserie. Beim X5 sind es ab 2028 sogar fünf Energieformen, Wasserstoff eingeschlossen.

Kompakt: 1er, 2er, X1 und X2
Der 1er der Baureihe F70 ist seit Herbst 2024 auf dem Markt und behält den Frontantrieb, den BMW mit dem Vorgänger F40 eingeführt hat. Es gibt ihn als Benziner und Diesel, mehrere Versionen haben einen 48-Volt-Mildhybrid. Laut Auto Motor und Sport reicht die Preisspanne der Baureihe von rund 34.000 bis 57.000 Euro.
Wer klein und elektrisch fahren will, landet beim iX1 oder iX2. Beide teilen sich Karosserie und Plattform mit X1 und X2. Für X1 und iX1 erwartet die Fachpresse ein Facelift zum Jahreswechsel 2026/2027. Der 2er Active Tourer (U06) ist der einzige Van im Programm und mit Plug-in-Hybrid zu haben. Für Familien mit begrenztem Budget ist er die praktischste Wahl, weil Sitzposition und Kofferraum eher an ein SUV erinnern.
Mittelklasse im Umbruch: 3er, i3, X3 und iX3
In diesem Segment ändert sich 2026 am meisten. Der BMW iX3 eröffnete die Neue Klasse, die ersten Kunden in Europa bekamen ihn im März 2026. Gebaut wird er im ungarischen Werk Debrecen. Im Februar hob BMW den Preis des iX3 50 xDrive um 2.000 Euro auf 70.900 Euro an. Am 18. März 2026 wurde der elektrische i3 vorgestellt, seit August 2026 läuft er im Werk München vom Band.
| Kennwert | i3 40 | i3 50 | iX3 50 |
|---|---|---|---|
| Leistung | 275 kW (374 PS) | 345 kW (469 PS) | 345 kW (469 PS) |
| Akku netto | 82,8 kWh | 108,7 kWh | 108,7 kWh |
| Reichweite WLTP | 710 km | 912 km | bis 805 km |
| Ladeleistung DC | 300 kW | 400 kW | 400 kW |
| Preis ab | 59.900 € | 65.900 € | 70.900 € |
Alle drei fahren zum Start mit Allrad (xDrive), eine Version mit Hinterradantrieb dürfte erst später folgen. Für 2027 will BMW außerdem einen i3 M60 vorstellen. Innen bringt die neue Generation ein eigenes Design und ein anderes Bedienkonzept mit: Das „Panoramic Vision“ genannte Anzeigeband zieht sich über die ganze Breite am unteren Rand der Windschutzscheibe. Mit 912 Kilometer Reichweite nach WLTP hat der i3 die größte Normreichweite, die das Unternehmen bisher für ein Elektroauto angibt.

Der klassische BMW 3er (G20/G21) bleibt vorerst erhalten. Den 3er mit Verbrennungsmotor gibt BMW nicht auf: Die nächste Generation soll mit Mildhybrid-Technik parallel zum i3 starten, ein Plug-in-Hybrid ist für 2027 angekündigt. Den bisherigen M340i übernimmt nach Berichten der Fachpresse ein M350 xDrive mit Reihensechszylinder. In München endet die Produktion der Verbrenner in rund einem Jahr, danach baut das Stammwerk nur noch Elektroautos.
Beim SUV gibt es den X3 (G45) als Benziner, Diesel und Plug-in-Hybrid. Der X4 (G02) wurde im November 2025 aus der Produktion genommen. Als nächstes Mitglied der Familie erwarten Fachmedien den BMW iX4, ein vollelektrisches Coupé-SUV auf Basis des iX3. Der iX4 dürfte Antrieb und Akku vom iX3 übernehmen, ein neuer X4 als Verbrenner könnte 2027 folgen.
Obere Mittelklasse und Oberklasse: 5er, X5, 7er und X7
Der 5er (G60) und sein Kombi, der 5er Touring (G61), sind die Langstreckenautos der Marke. Beide gibt es auch rein elektrisch als i5. Den größten Sprung macht in diesem Jahr der neue BMW X5: Die fünfte Generation (G65) feierte am 30. Juni 2026 Premiere und kommt mit fünf Antriebsarten.
- X5 40: Sechszylinder-Benziner mit 48-Volt-Technik, 400 PS
- X5 40d: Sechszylinder-Diesel, 313 PS
- X5 50e und X5 M60e: Plug-in-Hybride mit 490 und 612 PS Systemleistung
- iX5 60: Elektro, 578 PS, 141 kWh Akku netto
- iX5 Hydrogen: Brennstoffzelle, gemeinsam mit Toyota entwickelt, für 2028 angekündigt
Gebaut wird der neue X5 im Werk Spartanburg in den USA, von dort gehen die Fahrzeuge auch nach Europa. Alle Versionen tragen den Allradantrieb xDrive. Benziner und Diesel kommen laut ADAC Ende 2026 zu den Händlern, iX5 und Plug-in-Hybride Anfang 2027. Die Preisliste beginnt bei 98.800 Euro, der iX5 kostet mindestens 102.800 Euro. Aus Käufersicht ist das die interessanteste Baureihe oberhalb der Mittelklasse: Wer zwischen Diesel, Hybrid und Elektro schwankt, bekommt jedes Mal dieselbe Karosserie und dasselbe Platzangebot.
Darüber stehen der 7er (G70) und der elektrische i7, für beide gab es 2026 ein Facelift. Bei den SUV ergänzen X6 und X7 das Angebot, der iX (I20) bleibt das elektrische SUV-Flaggschiff.
M-Modelle: die Sportabteilung
Die BMW M GmbH entstand 1972 als Motorsport-Tochter und baut heute die stärksten Versionen der Serienmodelle. Der M2 kommt auf 480 PS und Hinterradantrieb. Ein M2 xDrive mit Allrad tauchte bereits überraschend im Konfigurator für die USA auf, wo er versehentlich als Modelljahr 2027 gelistet war. M3 gibt es als Limousine und als Touring, der M4 ist das Coupé und Cabrio dazu. Der aktuelle M5 fährt als Plug-in-Hybrid mit 727 PS Systemleistung, das SUV XM ebenfalls mit Stecker.
Woher BMW kommt: kurze Markengeschichte
Die Wurzeln liegen in den Bayerischen Flugzeugwerken, gegründet 1916 in München. Ein Jahr später kam der Name Bayerische Motoren Werke, 1923 das erste Motorrad und 1929 mit dem Dixi das erste Auto. Wirtschaftlich gerettet hat die Marke 1962 die erste Neue Klasse mit dem BMW 1500. Dass der neue Elektro-Baukasten denselben Namen trägt, ist Absicht. 1975 folgte der erste 3er (E21), bis heute das Kernmodell. In den 1990er Jahren kaufte BMW den britischen Hersteller Rover, beim Verkauf im Jahr 2000 blieb Mini im Konzern. Heute gehören zur BMW Group die Marken BMW, Mini und Rolls-Royce sowie BMW Motorrad.
Welcher BMW passt zu wem?
Die neuen Modelle machen die Auswahl größer. Je nach Fahrprofil ergibt sich trotzdem eine recht klare Zuordnung:
- Stadt und Pendeln: 1er oder iX1. Für tägliche Strecken unter 50 Kilometern reicht ein kleines Auto, und ein Elektroauto lädt dann bequem über Nacht an der Wallbox.
- Viel Langstrecke: i3 50 mit 912 km WLTP-Reichweite oder ein 5er Touring als Diesel. Ohne Lademöglichkeit zu Hause bleibt der Diesel die günstigere Wahl.
- Familie: X3, iX3 oder 5er Touring. Wer bereits eine eigene Wallbox hat, zahlt pro Kilometer in der Regel weniger als mit Benzin oder Diesel. Der iX3 kostet in der Anschaffung deutlich mehr, braucht aber keinen Ölwechsel und keine Abgasuntersuchung.
- Strom aus dem Auto: BMW hat die neuen Elektromodelle für bidirektionales Laden ausgelegt. Ob sich das zu Hause nutzen lässt, hängt von Wallbox und Netzbetreiber ab.
Darüber hinaus lohnt der Blick auf Gebrauchte. Wer einen BMW aus zweiter Hand sucht, findet beim aktuellen Wechsel der Generationen gute Angebote der Vorgänger, etwa vom alten X5 (G05) oder vom iX3 der ersten Generation. Worauf es beim Kauf ankommt, erklärt der Ratgeber zum Gebrauchtwagenmarkt. Bei Neuwagen ab 60.000 Euro lohnt sich vor dem Kauf ein Blick auf die Finanzierungsmöglichkeiten für Autos, weil Leasing, Kredit und Ballonfinanzierung bei diesen Summen schnell mehrere Tausend Euro Unterschied machen.

